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Magnesium ist ein wahres Antistressmineral

 

Gerade in anspannenden Situationen hat sich die Zufuhr von Magnesium bewährt. Es bewirkt, dass das Stresshormon Adrenalin vermindert freigesetzt wird und weniger an seinen Bindungsstellen wirkt. Auch auf den Blutdruck scheint Magnesium als natürlicher Calcium-Antagonist durch gefäßerweiternde und blutdrucksenkende Eigenschaften positive Effekte zu haben.

26 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen erreichen laut Nationaler Verzehrstudie II die empfohlene tägliche Zufuhr von Magnesium nicht. Die Anteile sind sowohl bei den jungen Erwachsenen als auch bei den älteren Personen höher als im mittleren Alter.

Deutsche Wissenschaftler fanden heraus, dass eine Supplementierung mit Magnesium einen positiven Effekt auf die Insulinsensitivität ausübt und das Diabetes-Risiko zu reduzieren vermag. An einer randomisiert durchgeführten Studie, an der 52 übergewichtige, insulinresistente Personen teilnahmen, erhielten die Probanden über 6 Monate lang täglich entweder 345 mg Magnesium oder ein Placebo. Bei den Teilnehmern der Magnesium-Gruppe verbesserte sich der Nüchternblutzuckerspiegel um durchschnittlich sieben Prozent und es verbesserten sich zwei von drei Markern der Insulinsensitivität. Außerdem konnten gesündere Blutdruckwerte beobachtet werden. Die Forscher schätzen, dass jede Einheit von 100 mg mehr Magnesium das Risiko für den Diabetes Typ 2 um 15 Prozent reduziert.

Forschungen aus dem Jahr 2011 untersuchten den Zusammenhang zwischen Magnesium und dem Risiko des plötzlichen Herztodes. In der Studie wurden mehr als 88.000 Frauen im Zeitraum von über 26 Jahren beobachtet und untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass das Risiko für einen plötzlichen Herztod signifikant niedriger war bei Frauen mit dem höchsten Anteil des Magnesium-Verbrauches: Sie wiesen ein um 41 Prozent geringeres Risiko für einen plötzlichen Herztod auf. (Quelle: American Journal of Clinical Nutrition February 2011; 93(2): 253-260.)

Eine Erhöhung der täglichen Magnesiumaufnahme kann das Risiko eines Schlaganfalls verringern. Am Karolinska Institut in Stockholm führten Wissenschaftler eine Metaanalyse von sieben Studien mit 241.378 Teilnehmern durch. Sie fanden heraus, dass pro 100 mg Magnesium pro Tag eine Reduktion des Risikos eines totalen und ischämischen Schlaganfalles (plötzliche Minderdurchblutung des Gehirns) um 8 Prozent bzw. 9 Prozent reduziert wurde. (Quelle: Larsson S.C. et al. Dietary magnesium intake and risk of stroke: a meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2012; 95(2): 362-366.)

In der Februar-Ausgabe 2011 der Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology wurde eine Studie publiziert, nach der eine ausreichende Magnesiumversorgung das Risiko für Darmkrebs reduziert. Die Forscher befragten mehr als 35.000 Frauen im Alter zwischen 55 und 69 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten und verfolgten dann 16 Jahre lang ihren Gesundheitszustand. 1.100 Frauen waren in dieser Zeit an Darmkrebs erkrankt. Bei denen, die am meisten Magnesium aufnahmen, war das Risiko für Darmkrebs um 27 Prozent niedriger als bei den Frauen mit einer schlechten Magnesium-Versorgung. Vermutlich verhindert der Mineralstoff ein unkontrolliertes Wachstum der Zellen in der Darmschleimhaut. Die Forscher empfehlen die Aufnahme von täglich mindestens 300 bis 400 mg Magnesium, um das Darmkrebsrisiko gering zu halten.

Die Bioverfügbarkeit von Magnesium wird durch einen hohen Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung vermindert, da es zur Bildung von schwer resorbierbaren Magnesium-Komplexen kommen kann. Auch Konservierungsstoffe, Alkohol und Eisen beeinträchtigen die Aufnahme. Die Bioverfügbarkeit ist außerdem stark von der Verbindung, in der es vorliegt, abhängig. Das einfachste und billigste Magnesiumsalz ist das Oxid, welches auch den höchsten Gewichtsanteil an Magnesium besitzt. Wie bei Carbonaten gilt für die Resorption jedoch, dass ausreichend (Magen-) Säure vorhanden sein muss. Allgemein gilt, dass Magnesium in Verbindung mit schwachen Säuren wie Citrat eher im sauren Magenmilieu gelöst und resorbiert wird, während dies für Basen, wie Magnesiumoxid, überwiegend im alkalischen Darmmilieu erfolgt.

In einer Doppelblindstudie von Walker und Marakis wurde die Bioverfügbarkeit der Magnesiumverbindungen Magnesium-Aminosäurechelat, Magnesiumcitrat und Magnesiumoxid verglichen. Magnesiumcitrat zeigte dabei die beste Bioverfügbarkeit und führte sowohl bei akuter (24 Stunden) wie auch chronischer (60 Tage) Therapie in einer Dosierung von 300 mg/Tag zu einem signifikanten Anstieg der Magnesiumkonzentration im Serum. Auch der Magnesiumgehalt im Speichel sowie die Magnesiumausscheidung über die Niere nahmen unter Magnesiumcitrat deutlich zu. (Walker AF, Marakis G, Christie S and Byng M: Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study. Magnesium Research 16:183-191 (2003))
 

 

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