Bloß nicht sauer werden!
Das Verhältnis von Säuren zu Basen ist für die Funktion aller Stoffwechselvorgänge im Organismus von großer Bedeutung. Die biochemischen Reaktionen in unserem Körper können nur innerhalb eines sehr begrenzten pH-Bereichs ablaufen und kommen außerhalb dieser Werte zum Erliegen. Der pH-Wert ist die Maßeinheit zur Bestimmung des Säuregrads (0 bis 7) oder des Basengehalts (7 bis 14) einer Flüssigkeit. Je mehr freie, positiv geladene Wasserstoffteilchen (H+-Ionen) eine Lösung enthält, desto saurer ist sie. Neutral ist ein pH-Wert von 7.
Bei einer Veränderung des pH-Werts verlagert sich das Gleichgewicht also entweder in Richtung "sauer" oder "basisch". Auf der sauren Seite liegen viele freie H+-Ionen vor - der pH-Wert sinkt unter den physiologischen Grenzwert von 7,38. Im anderen Fall, also wenn es zu einer Anreicherung basischer Komponenten kommt (pH-Wert Anstieg auf über 7,42), liegen zu viele freie Basen vor.
Für einen normalen Stoffwechsel ist ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen wichtig. Dieses ist entscheidend für die Struktur und Funktion von Proteinen, die Permeabilität (Durchlässigkeit) von Membranen, die Verteilung von Elektrolyten sowie die Funktion des Bindegewebes.
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